VorteX gewinnt die LMP2 der 20h of Spa-Francorchamps 2011
Nach den 20h von Le Mans wurde jetzt erstmalig das 20h Rennen von Spa ausgetragen. Aufgeteilt in die 4 Klassen LMP1, LMP2, GT1 und GT2 ging das Feld mit insgesamt 44 Fahrzeugen und über 120 Fahrern an den Start. VorteX-Motorsports war mit 3 Fahrzeugen, 2 in der GT1 Klasse und einem LMP2 gemeldet. Die Fahrer des LMP2 Acura waren Karsten Riemichen, Frank Geyer, Frank Flynie und Thomas Batzke. Das Qualifying bestritt Frank Flynie, der den Acura auf Platz 4 der LMP2 Wertung stellte. Startfahrer war Thomas Batzke. Er sollte das Auto ohne Blessuren und in Reichweite der Spitze über die ersten beiden Stints bringen. Dem Team war jedoch klar - aufgrund der Taktik und des dazugehörigen Setups würden die ersten Runden sehr schwer werden. So war es dann auch. Aufgrund des höheren Topspeeds und dem Windschatten der anderen Fahrzeuge zogen einige Gegner vorbei. Aber das Rennen war ja noch lang. Das eigentliche Rennen ging erst los, als die Prototypen auf die langsameren GTs aufliefen. Jetzt alle Vorfälle aufzuzählen, würde ein ganzes Buch füllen, aber so viel sei gesagt. Alle Fahrer gaben ihr bestes um ein faires und sauberes Rennen abzuliefern. Das das nicht immer so ohne weiteres klappte, lag zum großen Teil an den immensen Geschwindigkeitsunterschieden und daran, dass es in allen Klassen harte Kämpfe um die Spitze gab. So auch in unserer. Wir hatten mehrere Fights mit mindestens 4 Gegnern, die von den Rundenzeiten her alle auf einem Niveau fuhren. Entscheidend war wer am besten durch den Verkehr kam und am wenigsten Fehler machte. Es gab wohl kein Team welches ohne Zwischenfälle oder Dreher das Rennen überstand. Den größten Fehler machten wir allerdings schon im Training, wie wir im Rennen schmerzlich feststellen mussten. Unsere Rundenzeiten konnten sich schon sehen lassen, aber nach den ersten Boxenstopps merkten wir dann, dass unsere Gegner wohl länger mit den Reifen fahren konnten. Da rauchten erst mal die Köpfe und das zog sich dann fast durch das komplette Rennen, so dass wir 2 Stunden vor dem Ende auf P2 liegend fast eine Runde Rückstand auf den führenden LMP2 hatten. Der dann allerdings ein Problem mit der Technik hatte und durch einen Disconnect beim Fahrerwechsel leider das Rennen beenden musste. So erbten wir dann nach einem spannenden Rennen den Sieg, aber so ist das nun mal im Rennsport. To finish first, you have to finish first. Beim 24h Rennen von Le Mans ging es uns genauso. Beim letzten Fahrerwechsel 1,5 Stunden vor Rennende ereilte uns ein Disconnect auf P3 liegend. Das zeigt das Schadenfreude oder allzu großes Gejammer über solche Niederschläge auf der anderen Seite sind fehl am Platz - es kann jeden treffen und es lohnt immer bis zum Schluss zu Kämpfen. (TB)
Weniger erfolgreich verlief unterdessen das Rennen beider GT-Teams. Während die Corvette (am Steuer Max Baumann, Jens Elsing und Ralf Deiniger) noch im zweiten Stint schwer beschädigt wurde und in kürzester Zeit mehrere Runden Rückstand hatte, stellte das minimal besetzte Saleen-Team (Robin Ricke und Florian Sixl) ihren Wagen nach 8 Stunden ab, weil man sich nicht in der Lage sah, das Auto zu zweit über die verbleibende Distanz zu bringen. Man entschloss sich im Folgenden zu versuchen die Corvette mit vereinten Kräften der beiden GT-Teams ins Ziel zu bringen. Die Tatsache das man bis zum Ablauf der 20h Renndistanz einen Rundenrückstand hatte, der an 2 Händen nicht mehr abzuzählen war, versuchte man zu verdrängen und sich stattdessen für die beherzt fahrenden P2-Jungs zu freuen. (FS)